Die Archäologische Sammlung der Universität Zürich, die sich in der Rämistrasse 73 befindet, nimmt den historischen Sitz der ehemaligen Augenklinik des Kantons ein, die in ein neorinassanceartiges Museumsinstitut umgewandelt wurde. Im Jahr 1854 gegründet, repräsentiert sie heute eine der wichtigsten Schweizer Sammlungen, die der Kunst und Handwerkskunst der Antike gewidmet sind.
Im Erdgeschoss zeigt die Dauerausstellung originale Werke, die über 4.000 Jahre Geschichte umfassen: Fundstücke aus dem Alten Ägypten, Mesopotamien, Kleinasien, Griechenland, Etrurien und Rom. Zu den bedeutendsten Stücken gehören die Mumienporträts aus Faiyum, ein ägyptischer Holzsarkophag, große assyrische Reliefs aus den königlichen Palästen von Nimrud sowie Meisterwerke griechischer Keramik und römische Porträts.
Im ersten Stock und im Untergeschoss befindet sich die Sammlung von Gipsabgüssen griechischer und römischer Statuen, darunter Kopien des Parthenon (Elgin Marbles), des Auriga von Delphi, des Laokoon, des Diskobolos von Myron und der Reliefs der Trajanssäule. Diese Abgüsse, die seit dem 19. Jahrhundert gesammelt wurden, bieten einen umfassenden Überblick über die klassische Skulptur, die heute auch als eigenständiges historisches Erbe geschätzt wird.