Schloss Molsdorf, auch das „Versailles Thüringens“ genannt, ist ein Barockschloss in Erfurt. 1733 ging das Schloss in den Besitz des Reichsgrafen Gustav Adolf von Gotter über. Dies war der Moment, in dem das Schloss seine Blütezeit erreichte: Getreu seinem Motto „Vive la joie“ (Es lebe die Freude) machte der Graf das Haus zu einer der besten Adressen für adelige Gesellschaft in Thüringen. Von Gotter gab ihm das barocke Aussehen, das wir heute noch sehen, indem er ein großes Projekt der Bilddekoration und Stuckarbeiten in den Innenräumen startete und auch einen weitläufigen Garten nach französischem Vorbild schuf, der mit zahlreichen Skulpturen geschmückt war. Die Besichtigung des Schlosses gibt Auskunft über die aristokratische Lebensweise des 18. Jahrhunderts. Auffallend sind die Räumlichkeiten, wie der Festsaal mit 33 Porträts adliger Freunde und Gönner, das „Silberne Zimmer“: ein Zimmer nur für Frauen, ein großes rotes Zimmer für Empfänge und ein Jagdzimmer.
Im Schloss werden auch Veranstaltungen wie Konzerte und Konferenzen organisiert.