Das Grüne Gewölbe ist ein Dresdner Museum im Dresdner Residenzschloss, einem Palast aus dem 16. Das Museum ist Teil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Staatssammlung des Landes Sachsen. Das Grüne Gewölbe beherbergt eine Sammlung, die Juwelen und Edelsteinen gewidmet ist. Bis 2019 war es die größte Schmucksammlung Europas, als das Museum einen geschätzten Diebstahl im Wert von rund einer Milliarde Euro erlitt.
Die gesamte Kollektion umfasst mehr als 4000 Teile und umfasst neben den Juwelen auch Steine und Edelmetalle wie Gold, Kristalle und Diamanten. Den Kern der Sammlung bildet der Schatz des sächsischen Kurfürsten August II. von Polen, genannt der Starke. Die meisten Schmuckstücke wurden vom Goldschmied Johann Melchior Dinglinger gefertigt. Innerhalb der Sammlung stechen besonders Stücke von höchstem Wert hervor, wie die 1724 von Balthasar Permoser geschaffene Statue des Mohr mit Smaragdstufe, 64 Zentimeter hoch und reich mit Edelsteinen und Juwelen verziert; der grüne Dresdner Diamant, ein grüner Brillant von 41 Karat, dessen grüne Farbe einzigartig ist, da sie von seiner natürlichen Strahlung herrührt. Ein weiterer Diamant ist die Sächsische Weiße mit 48 Karat. Ebenfalls einzigartig ist ein 648-karätiger Saphir, ein Geschenk von Zar Peter dem Großen von Russland. Erwähnenswert ist auch das goldene Kaffeeservice, das ein Set aus Kaffeetassen, einer Zuckerdose und einer kunstvollen Kaffeekanne darstellt, alles in emailliertem Gold. August von Sachsen brachte dieses Service an Weihnachten 1701 nach Warschau, um die polnisch-litauischen Adligen zu blenden und sie davon zu überzeugen, ihn zu ihrem Herrscher zu wählen.